Nächste Proben, Termine & Aufführungen

    

  • Freitag,            17.August       Chorprobe um 20 Uhr auf der Empore von St.Laurentius
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  • Samstag          18.August       Hl.Messe um 17.30 Uhr an der "Lambertskehr"
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  • Samstag,         25.August       Kirmeshochamt um 19 Uhr in St.Bartholomäus Ayl
        

An der alten Bundesstraße 51, der sogenannten „Lambertskehr“, liegt auf einer Anhöhe der Lambertsfriedhof mit einer kleinen Kapelle. Das Denkmal ist für den Saarburger Raum von größter kirchengeschichtlicher Bedeutung. Hier stand vor über 1000 Jahren die erste Pfarrkirche der heutigen Stadt Saarburg mit dem Ortsteil Niederleuken und den Ortsgemeinden Ayl, Biebelhausen, Schoden und Ockfen.

1266 war Pfarrer Petrus (Familiennamen kamen erst viel später auf) an der Mutterkirche St. Lambert tätig. Er war gleichzeitig Dechant des Dekanates Perl, zu dem damals auch Saarburg und die übrigen Filialorte von St. Lambert gehörten. Am 28. Dezember 1370 gestattete der Trierer Erzbischof Kuno II. auf Bitten der Gemeinde Saarburg, in der am 10. Juni 1368 geweihten Kapelle St. Laurentius einen Taufstein zu errichten, da die Mutterkirche St. Lambertus im Winter nur beschwerlich zu erreichen sei. Aus den Visitationsakten von 1569 geht hervor, dass der Patron der Mutterkirche von Saarburg damals der hl. Lambert war. Es wird in diesem Bericht auch besonders auf die ungünstige Lage außerhalb der Stadt hingewiesen. Als Kollatoren, hauptsächlich zuständig für die Benennung der Geistlichen, waren die Grafen von Sayn und die Herren von Bourscheid bezeichnet.

Die Bedeutung der Kirche nahm mit der Zeit immer mehr ab. In dem Visitationsbericht des Dekanates Perl von 1657 heißt es: „Die Mutterkirche war einst bei St. Lambert.“ Es fand kein regelmäßiger Gottesdienst mehr statt. Die Kirche befand sich in einem üblen Zustand. Sie war aber noch mit drei Altären ausgestattet, von denen zwei erst 1715 konsekriert worden waren. Noch um das Jahr 1730, am 25. April, dem Fest des hl. Evangelisten Markus, ging eine Bittprozession von St. Laurentius Saarburg zur Mutterkirche St. Lambert und in den „Lamberts Flohr“. Bei dem damals oberhalb der Landstraße stehenden Kreuz wurde die Prozession mit einem feierlichen Segen beendet.

Das Gotteshaus wurde in der Folgezeit immer mehr vernachlässigt und war nach einem Bericht des Bischofs Mannay 1803 ohne Bänke und Beichtstuhl. Im Zuge der Neuordnung der Pfarreien nach der Französischen Revolution verlor St. Lambert endgültig den Rang einer Pfarrkirche. Saarburg wurde zur Kantonspfarrei erhoben und war Pfarrkirche auch für Ayl, Biebelhausen und Niederleuken, als die sie bereits seit 1707 galt. Schon in diesem Jahr wurde die dem hl. Bartholomäus geweihte Kapelle in Ayl Filiale der Pfarrkirche zum hl. Laurentius in Saarburg.

Text aus: Rheinische Heimatpflege – 36. Jahrgang – 4/99    Verfasst von Heinz Schädler, Saarburg

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